Arbeitsweise:

FKK-Clubs sind inzwischen ebenfalls eine sehr häufige Geschäftsform, die ursprünglich entstanden ist um das bis 2002 geltende Gesetz gegen die Förderung der Prostitution zu unterlaufen.

Darin stand u.A.: „Wer gewerbsmäßig einen Betrieb unterhält oder leitet, in dem Personen der Prostitution nachgehen und in dem die Prostitutionsausübung durch Maßnahmen gefördert wird, welche über das bloße Gewähren von Wohnung, Unterkunft oder Aufenthalt und die damit üblicherweise verbundenen Nebenleistungen hinausgehen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

D.h. das Betreiben eines schönen, großen Clubs, in dem sich die Gäste und Damen wohl fühlen war bereits strafbar, da dies keine bloße Unterkunft war.

Findige Geschäftsleute hatten daher die Idee Clubs für Nudisten (FKK) zu gründen, die vordergründig nichts mit Prostitution zu tun hatten.

Damen und Herren zahlten gleichermaßen Eintritt in den Club und der Betreiber stellte dafür verschiedene Wellness-Einrichtungen, Getränke, Essen, Kino und einige „Ruheräume“ zur Verfügung. Eben wie in einer ganz normalen Sauna auch.

Natürlich waren auch alle Besucher nackt bzw. nur mit einem Saunatuch bekleidet.

Sollten einige Besucher auf die Idee kommen sich in den Ruheräumen miteinander zu vergnügen, ging das den Betreiber offiziell nichts an und eventuelle Zahlungen dafür mussten die Betreffenden unter sich ausmachen.

 

Heute…ist es noch genau so!

Fkk-300x173 in FKK-Club

Das Gesetz wurde zwar geändert, bzw. der entsprechende Paragraph ist weggefallen, aber da sich das Modell bewährt hat entstehen immer neue, größere und üppigere Clubs.

Also: In einem FKK-Club zahlst Du als Dienstleisterin einen Tages-Eintritt (zw. 50€ und 75€) und kannst dafür die dort anwesenden Gäste ansprechen ob sie mit Dir auf eines der Zimmer gehen wollen.

In FKK-Clubs wird (bis auf einige Ausnahmen und an s.g. „Motto-Tagen) nackt gearbeitet.

 

Voraussetzungen:

Die Voraussetzungen für einen guten Verdienst in einem FKK-Club sind normalerweise deutlich höher als bei anderen Geschäftsmodellen.

Zum Einen herrscht eine sehr große Konkurrenz, da vor allem junge Osteuropäerinnen sich auf die Arbeit in FKK-Clubs spezialisiert haben.

Außerdem gibt es durch die inzwischen sehr große Anzahl der Clubs ein Überangebot, was oft zu deutlichem Damen-Überschuss führt.

Du musst also um jedem Gast kämpfen und hast viel Konkurrenz.

Auch in FKK-Clubs ist gutes Aussehen wichtig, vor allem da Du nackt arbeitest und eventuelle „Problemzonen“ nicht durch schöne Dessous verdecken kannst.

 

Vergütung:

Bundesweit hat sich ein Satz von 50€ pro halbe Stunde auf dem Zimmer durchgesetzt.

Dieses Geld kannst Du komplett behalten.

Der Betreiber lebt vom Eintrittsgeld der Gäste.

In den letzten Jahren gab es auch einige s.g. “Flatrate-Clubs”, bei denen die sexuellen Dienstleistungen der Damen bereits im Eintrittspreis der Besucher enthalten waren und die Dienstleisterinnen nach festen Tagessätzen entlohnt wurden.

Diese wurden aber inzwischen von den Behörden überwiegend wieder geschlossen.

 

Für wen geeignet:

Junge, sehr hübsche Girls können in FKK-Clubs durchaus gut verdienen.

Allerdings musst Du auch bei diesem Modell Deine Gäste selbst ansprechen und inzwischen ist die Konkurrenz unter den Damen leider so groß geworden, dass es meist nicht beim bloßen „Ansprechen“ bleibt.

Wenn Du ganz neu im Erotikbusiness bist, sind FKK-Clubs daher nur bedingt zu empfehlen.

 

Besonderheiten:

Die größte Besonderheit ist, dass in FKK-Clubs nach der Dienstleistung bezahlt wird.

Bei allen anderen Geschäftsmodellen entrichtet der Kunde normalerweise vorab den Betrag für die abgesprochene Zeit und Dienstleistung.

Es kann also durchaus sein, dass der Kunde die Zahlung verweigert, weil er aus seiner Sicht nicht zufrieden war. Die Geschäftsleitung des Clubs mischt sich da i.d.R. auch nicht ein, da sie offiziell mit dem was Du mit dem Kunden besprochen hast nichts zu tun hat.

Außerdem werden FKK-Clubs meist in den späten Abendstunden frequentiert, so dass Arbeitszeiten bis 4 Uhr nachts auch unter der Woche nicht unüblich sind.

Wie oben schon erwähnt leidet das eigentlich sehr gute Geschäftsmodell momentan unter einem starken Überangebot, so dass selbst sehr schöne und moderne Clubs oft nicht wie gewünscht besucht werden und Du oft keine guten Chancen hast Deinen angestrebten Verdienst zu erzielen.