Arbeitsweise:

Bordelle gibt es schon seit mehreren tausend Jahren in den unterschiedlichsten Formen und sind daher wohl als das langfristig erfolgreichste Geschäftsmodell anzusehen.

Sie sind in erster Linie ein Treffpunkt für Damen und Kunden die sich für erotische Dienstleistungen interessieren und großen Wert auf Diskretion legen.Bordell2-300x201 in Bordell

Dem entsprechend haben gute Bordelle meist auch einen treuen Kreis an Stammkunden aus Geschäftsleuten oder sonstigen Personen, die nicht gerne in FKK-Clubs oder Laufhäusern zufällig Ihrem Nachbarn begegnen möchten.

Auch für die dort arbeitenden Dienstleisterinnen ist das Maß an Diskretion oft deutlich höher als bei anderen Geschäftsmodellen.

Moderne Bordelle haben meist eine Größe, die sich am tatsächlichen Bedarf des jeweiligen Ortes ausrichtet. D.h. normalerweise 4-6 Zimmer, sowie Empfangsräume für die Kunden und Aufenthaltsräume für die Damen.

Bordelle sind genehmigungspflichtige Gewerbebetriebe und befinden sich daher oft in Gewerbegebieten, am Stadtrand oder im Umland von großen Städten.

Im Unterschied zu allen anderen Geschäftsmodellen beschäftigen moderne Bordelle meist s.g. Hausdamen, die den Kunden zu Beginn seines Besuches nach seinen Vorstellungen und Wünschen fragen und ihm dann die entsprechenden Damen vorstellen.

Auch die Bezahlung der Leistung regelt die Hausdame vorab mit dem Kunden, so dass für die Dienstleisterin praktisch kein Ausfallrisiko besteht.

Des Weiteren beschäftigen Bordelle oft auch eigene Telefonistinnen, die sich um die telefonische Kommunikation mit dem Kunden kümmern.

Als Dienstleisterin in einem Bordell verbringt man nur die vom Kunden gebuchte Zeit mit ihm in einem der Zimmer und muß sich nicht selbst um die Aquise kümmern.

Auch gibt es keine „vorgeschriebenen“ Praktiken, die eine Dienstleisterin erfüllen muss. Allerdings orientiert man sich dabei häufig an den ortsüblichen Standards.

Bordelle beschäftigen i.d.R. ausschließlich freie Mitarbeiterinnen, obwohl lt. Gesetz Seit 2002 auch feste Arbeitsverträge möglich wären. Diese sind aber von den Mitarbeiterinnen äußerst selten nachgefragt.

 

Voraussetzungen:

Auch in einem Bordell sollte man über eine gesunde Selbsteinschätzung verfügen.

D.h. man sollte vom Auftreten, Aussehen und Alter dem entsprechen was ein Kunde sich wünscht- und nicht unbedingt seit 30 Jahren selbst zuhause hat.

Sehr großen Wert legen Bordelle auf gute Umgangsformen und vor allem auf Zuverlässigkeit, da sie (wie oben beschrieben) oft über treue Stammkunden verfügen die auch gerne wieder kommen sollen.

 

Vergütung:

Der Stundensatz in Bordellen ist nicht nur regional stark unterschiedlich sondern hängt oft auch von der Exklusivität der einzelnen Lokalitäten ab.

Als guten Mittelwert kann man 130€/Std. annehmen, exklusive Bordelle 150€ oder höher.

Für eine halbe Stunde wird allerdings ein höherer Satz berechnet als die Hälfte des normalen Stundensatzes. Meist 80€ bis 100€.

Die meisten Bordelle arbeiten (ähnlich wie Escortservices) auf Provisionsbasis. Seltener auch auf Basis einer festen Zimmermiete.

Als Provision behalten sich die Betreiber i.d.R. zw. 40% und 50% des Umsatzes ein um Ihre doch recht hohen Kosten (Miete, Nebenkosten, Personal, Werbung!, Hygieneartikel, Getränke usw.) decken zu können.

Zum Umsatz zählt dabei allerdings nur die vom Kunden gebuchte Zeit!

Sämtliche Extrazahlungen (Trinkgelder oder Zahlungen für Sonderleistungen) verbleiben direkt bei der Dienstleisterin und werden nicht provisioniert.

Einige Bordelle bieten inzwischen sogar spezielle Bonuszahlungen an um die Mitarbeiterinnen zu motivieren. Z.B. für Pünktlichkeit oder die Bereitschaft bei Krankheit einer Kollegin einzuspringen.

 

Für wen geeignet:

Ein klassisches Bordell ist grundsätzlich für jede Art von Dienstleisterinnen geeignet.

Die Betreiber achten bei der Auswahl normalerweise auf eine gute Mischung unterschiedlicher Typen, damit jede Mitarbeiterin die Chance auf einen guten Verdienst hat.

Allerdings sind Bordelle meist kleine Einheiten mit max. 10-12 Mitarbeiterinnen, so dass auch großen Wert auf ein gutes Betriebsklima gelegt wird. Von Damen mit Alkohol- oder Drogenproblemen oder mit großer Unzuverlässigkeit trennt man sich normalerweise auch schnell wieder.

Auf jeden Fall sollte das klassische- und familiär geführte Bordell wohl die 1. Wahl für Berufsanfängerinnen sein, da dort auch eine entsprechende Betreuung und Rücksichtnahme auf die jeweiligen Belange angeboten werden kann!

 

Besonderheiten:

In einem Bordell bezahlt der Kunde in erster Linie für die Zeit, die er mit der Dame seiner Wahl verbringt. Dabei ist es nicht unbedingt erheblich ob es dabei zu sexuellen Dienstleistungen kommt.

Es kommt häufiger vor, dass ein Kunde sich auch nur unterhalten möchte, obwohl natürlich der intime Kontakt auch hier meist im Vordergrund steht.

Einige Bordelle beschäftigen auch eigene Fahrer und bieten zusätzlich Haus- und Hotelbesuche an. Allerdings, im Unterschied zum Escort, nur im Laufe des Tages also zu den normalen Öffnungszeiten.

Geschlechtsverkehr findet in guten Bordellen ausschließlich mit Schutz durch Kondome statt.

Das ist zwar bei allen anderen Geschäftsmodellen theoretisch auch so vorgesehen, jedoch weichen Kunden die Verkehr ohne Kondom wünschen öfter auf Strassenstrich, Laufhaus und andere Modelle aus dem unteren Preisbereich aus.

In einem Bordell kann man hauptberuflich, als Nebenjob oder auch wochenweise arbeiten, wobei einige Bordelle auch Übernachtungsmöglichkeiten für die Dienstleisterinnen anbieten, deren Wohnort etwas weiter vom Arbeitsort entfernt liegt.