Arbeitsweise:

Unter einem Laufhaus versteht man ein meist mehrstöckiges Gebäude in dem vom Betreiber einzelne Zimmer an Prostituierte tageweise vermietet werden.

Die interessierten Kunden laufen an den geöffneten Zimmern vorbei (deswegen Laufhaus), schauen sich das „Angebot“ an Damen an und wählen bei Gefallen die Dame aus mit der sie Zeit verbringen möchten.

Laufhäuser befinden sich meist an stark frequentierten Orten (z.B. in Bahnhofsnähe) und werden oft von Personen betrieben die dem s.g. „Milieu“ zuzurechnen sind.Laufhaus-300x200 in Laufhaus

Trotzdem kann die Arbeit in einem gut geführten Laufhaus natürlich auch seriös sein.

Eine Sonderform der Laufhäuser sind s.g. „Schaufenster“ wie z.B. in der Herbertstrasse in Hamburg oder früher in der Frankfurter Breite Gasse.

Dort laufen die Kunden nicht durch die Häuser sondern können die Damen von der Strasse aus in Schaufenstern betrachten und bei Gefallen ins Haus eintreten.

 

Voraussetzungen:

Wie immer gilt auch hier: gepflegt, jung und hübsch schadet nicht.

Vor allem da der Kunde in kurzer Zeit eine große Auswahl an Damen zu sehen bekommt.

Ähnlich wie beim Straßenstrich und im FKK-Club musst Du auch hier Deine potentiellen Kunden selbst ansprechen und von Deinen Qualitäten überzeugen.

Also eher für erfahrene Profis geeignet.

 

Vergütung:

Die Vergütung für Deine Leistung handelst Du mit dem Kunden selbst aus.

Dabei gibt es natürlich auch „ortsübliche“ Preise, an die Du dich halten solltest.

D.h. wenn die Mehrzahl der Damen z.B. 50€ für Sex verlangt, wirst Du einfach keine Gäste haben wenn Du das Doppelte haben möchtest.

Normalerweise beginnen die Preise in Laufhäuser bereits ab 25€ und es werden selten mehr als 50€ verlangt.

Es gibt in Laufhäusern keine Provisionsmodelle, sondern Du bezahlst eine Tagesmiete an den Betreiber. Diese liegt im Mittel bei ca. 130€/Tag.

Beachten musst Du dabei, dass die Miete auch fällig wird wenn Du mal nichts oder nur wenig verdient hast. Es kann also vorkommen dass Du ohne Geld oder sogar im Minus nach Hause gehst!

 

Für wen geeignet:

Wie oben erwähnt – eher für Profis.

Dazu kommt dass Du durch das niedrige Preisniveau in Laufhäusern recht viele Kunden brauchst um auf einen guten Tagesverdienst zu kommen. Bei 130€ Tagesmiete und 30€ pro Kunde musst Du schon 5 Kunden haben um nur Deine Miete + eventuelle Fahrtkosten abzudecken.

Die Arbeit in einem Laufhaus kann sich natürlich trotzdem lohnen, wenn dieses stark frequentiert ist (z.B. zu Messezeiten oder an Wochenenden).

Dies ist allerdings sehr anstrengend, so dass es wenige Damen gibt die in einem Laufhaus 2 Wochen oder länger am Stück arbeiten.

 

Besonderheiten:

Durch die niedrigen Preise werden Laufhäuser leider auch oft von ungepflegten, alkoholisierten und sonst wie gestörten Kunden  besucht.

Deswegen stellen die Betreiber normalerweise auch einen Sicherheitsdienst zur Verfügung, den Du im Notfall mittels eines Alarmknopfes im Zimmer rufen kannst. Dieser regelt das Problem dann „unbürokratisch“.