Arbeitsweise:

Die Wohnungsprostitution dürfte wohl das am häufigsten anzutreffende Geschäftsmodell in Deutschland sein.

Der Grund dafür ist, dass man dafür theoretisch nichts anderes braucht als eine normale Wohnung und die haben schließlich die Meisten.

Es gibt auch Firmen oder Einzelpersonen („Betreiber“), die mehrere Apartments angemietet haben und diese wochenweise untervermieten. Oft auch mehrere Apartments in selben Haus, also ähnlich wie ein Laufhaus nur komplette Apartments anstatt einzelner Zimmer.

Hier werden aber erst mal nur Dienstleistungen in der eigenen Wohnung behandelt.

 

Die Arbeit in der eigenen Wohnung unterscheidet sich vor allem darin, dass Du Deine Dienste nicht an bekannten- und von Kunden frequentierten Orten anbietest.

D.h. Du musst auf jeden Fall reichlich Werbung machen (was allerdings auch zu  Problemen führen kann – siehe weiter unten unter „Besonderheiten“) und Dich auf viele Telefonate mit Interessenten und Neugierigen einstellen.

Ansonsten kannst Du nWohnung-300x168 in Wohnungenatürlich Deine Arbeitsweise, Arbeitszeit und die Preise frei bestimmen (auch hier auf ortsübliche Vergleiche achten!).

Kosten entstehen Dir (da Du die Miete für Deine Wohnung sowieso bezahlen musst) eigentlich nur für Hygieneartikel, Getränke, Telefon und natürlich die Werbung.

Letzteres bitte nicht unterschätzen. Erotikwerbung ist sehr teuer! und es kann durchaus sein, dass du mehr für die Werbung ausgeben musst als Deine Wohnung an Miete kostet!

 

Voraussetzungen:

Naja, das Übliche. Tolles Äußeres und gutes Reden helfen viel.

 

Vergütung:

Die  Preise für den Service in privaten Wohnungen sind regional sehr unterschiedlich.

Im Rhein-Main-Gebiet kannst Du z.B. ca. 120€/Std. als ortsüblich ansehen, in anderen Regionen auch deutlich unter 100€.

Dieses Geld kannst Du komplett behalten, da Du ja schließlich auch Deine gesamten Kosten selbst davon bestreiten musst.

 

Für wen geeignet:

Im Gegensatz zu allen anderen Geschäftsmodellen hast Du den Vorteil dass Du allein in Deiner Wohnung arbeitest und somit auch keine Konkurrenz hast.

Es kommt durchaus vor dass auch Kunden, denen Du vielleicht nicht 100%tig zusagst, trotzdem bleiben weil sie sich sonst wieder auf den weiten Weg nach einer Alternative machen müssten.

Dieser Vorteil ist aber gleichzeitig auch der größte Nachteil wenn es um Deine Sicherheit geht.

Die meisten Übergriffe und sogar Morde (wie der berühmte Fall Rosemarie Nitribitt aus Frankfurt) passieren in privaten Apartments, weil die Kunden dort völlig anonym hin kommen und Dich alleine antreffen.

D.h. wenn Du Dich für Wohnungsprostitution entscheidest, solltest Du auf keinen Fall Anfängerin sein oder zumindest eine zweite Person (Kollegin oder Freundin) mit im Haus haben, von der der Kunde auch weis, dass sie anwesend ist!

 

Besonderheiten:

Ganz  so einfach ist das mit der Wohnungsprostitution dann aber leider doch nicht.

Der Gesetzgeber hat nämlich enge Grenzen gesetzt in welchen Fällen man von „privater“ Wohnungsprostitution sprechen kann und wann das Ganze gewerblich wird.

Eigentlich darf jeder in seiner Wohnung machen was er will, solange er seine Umgebung (Nachbarn usw.) nicht stört oder belästigt.

Allerdings wird bei Wohnungsprostitution oft automatisch davon ausgegangen dass eine s.g. „millieubedingte Unruhe“ entsteht.  Z.B. durch die Kunden die täglich das Treppenhaus frequentieren oder vor dem Eingang warten usw.

Was bedeutet das konkret?

Es ist z.B. so, dass in Städten mit weniger als 25.000 Einwohnern (in Bayern 30.000) die Stadt Wohnungsprostitution generell untersagen kann.

Sollte sich ein anderer Mieter oder Anwohner gestört fühlen, kann die Stadt auf seine Beschwerde hin die weitere Nutzung der Wohnung für die Prostitution sofort untersagen.

Und das (wichtig!) völlig unabhängig davon, ob auch eine tatsächliche Störung vorliegt.

Auch wenn bei einer Kontrolle mehr als 2-3 Damen in einer Wohnung angetroffen werden (von denen eine auch noch Ihren Hauptwohnsitz! In dieser Wohnung nachweisen muss), wird automatisch von gewerblicher Prostitution ausgegangen, die nur an bestimmten Orten (z.B. einigen Gewerbegebieten) zulässig ist.

Also, wer sexuelle Dienstleistungen in seiner eigenen Wohnung anbietet sollte über kurz oder lang auch damit rechnen, dass dies untersagt wird und evtl. sogar damit dass der Vermieter den Vertrag deswegen kündigt.

Außerdem kommen Anfeindungen durch besonders „moralische“ Nachbarn nicht selten vor!